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Umbaustücklisten

Umbaustücklisten / Teile demontieren

In diesem Topic wird beschrieben wie ein Teil umgebaut oder demontiert (ausgeschlachtet) werden kann.

  • Umbaustückliste (als wiederkehrender Vorgang)
  • Umbaustückliste (als einmaliger Vorgang)
  • Teile demontieren

Umbaustückliste (als wiederkehrender Vorgang)

Bei bestimmten, immer wiederkehrenden, gleichen Kundenanfragen, kann es sinnvoll sein, Kleinserien dieser angefragten Teile zu produzieren und diese am Lager vorzuhalten.
Wenn dieses Teil dann vom Kunden angefragt wird, kann es direkt vom Lager entnommen und abgeschickt werden.
Weicht die Kundenbestellung nur ein Wenig vom lagergeführten Teil ab, kann das lagergeführte Teil in einigen Fällen zum gewünschten Teil umgebaut werden; z.B. soll der Motor eine größere Leistung haben.

Für Jedes Teil kann eine weitere, zusätzliche Umbaustückliste erstellt werden.

Diese Umbaustückliste enthält zuerst das fertige Teil, welches umgebaut werden soll. Als nächste Stücklistenposition wird dann das Teil / die Teile eingefügt, die optional ausgetauscht werden können und mit dem Häkchen "Umbauteil" gekennzeichnet. Hierdurch erhalten sie in der Liste der Stücklistenpositionen eine negative Menge (nur in der Listenansicht, die Menge bleibt positiv!), siehe Bild:

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Das neue Teil kann ebenfalls in die Stammstückliste eingefügt, aber auch erst später in der aufgelösten Fertigungsstückliste nachgetragen werden.
Da das neue Teil, welches in diesem Beispiel schon eingetragen wurde, keine festen Sachmerkmalsausprägungen hat (ist ein Variantenteil), wird über die Auftragsattribute gesteuert, welcher Motor tatsächlich anstatt des 1,3KW starken Motors verbaut werden soll.

Im Kundenauftrag wird nun die Pumpe hineingezogen und mit der gewünschten Motorleistung ausgeprägt, nämlich 2,7kW:

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Auf der technischen Freigabemaske wird nun die Stückliste wird nun allerdings die Sonderstückliste PU_Umbau ausgewählt und aufgelöst:

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In der aufgelösten Stückliste wird nun das auszubauende Teil gekennzeichnet:

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Nach dem Erstellen der Teileanforderung (Gozintograph), können die Dispositionen terminlich eingeplant und auf Verfügbarkeit geprüft werden.
Die sogenannten Rückeinlagerungsteile werden nicht in die zeitliche Kette eingereiht, sondern immer zum Fertigstellungstermin des Fertigungsauftrags eingeplant, weil erst dann sichergestellt ist, dass dieses Teil auch wieder verfügbar wird.

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Soll oder kann das Teil nach der Demontage nicht mehr eingelagert werden, weil es beim Ausbau kaputt geht oder gegangen ist, so ist die Hauptdispositionsart auf der Teileanforderungsposition auf  "keine Disposition" umzustellen. Die Kosten für dieses Teil werden dann dem Kostenträger belastet.

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Bei der Weiterverarbeitung der Lagerteile wird diese Rücklagerung in die Materialbedarfsprognose des Motors gebucht, und zwar anders als bei allen anderen Teileanforderungspositionen nicht als Bedarf, sondern als geplanter Zugang:

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In der Bereitstellungsliste erscheinen nun die Lagerentnahmen und die Rückeinlagerungen für den angegebenen Auftrag:

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Über das Menü können dann aus diesen Belegen die Entnahmen und Einlagerungen erstellt werden.

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Nach dem Erstellen der Einlagerung wechselt die Teileanforderungsposition vom Status "Rückeinlagerung" in den Status "Eingelagert", der Dispositionsprozess für dieses Teil ist damit abgeschlossen und verschwindet aus dem Dispokonto. Durch die Einlagerung hat sich der Lagerbestand des Motors um die rückeingelagerte Menge erhöht.

 

Umbaustückliste (als einmaliger Vorgang)

Anders als bei dem wiederkehrenden Umbau von produzierten Kleinserien kann es auch häufiger vorkommen, das Umbauten einmalig vorgenommen werden müssen. In diesem Fall ist es ungünstig für jeden dieser Vorgänge eine Stammstückliste anzulegen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein eine leere Stückliste "UMBAU" anzulegen, welche wie oben beschrieben als Sonderstückliste ausgewählt werden kann. Nach dem Auflösen dieser Stückliste besteht die Fertigungsstückliste nur aus dem Stücklistekopf, welcher rot dargestellt wird, weil keine Unterpositionen aufgelöst wurden.

Der nächste Schritt ist nun das Einfügen des umzubauenden Teils, welches lagergeführt sein sollte. Anschließend ist das zu demontierende Teil und das Austauschteil hinzuzufügen. Das zu demontierende Teil ist in der Stücklistenposition entsprechend zu kennzeichnen. Es werden also die Schritte, die oben in der Stammstückliste getätigt wurden direkt in der Fertigungsstückliste getan. Auf diese Weise kann die Sonderstückliste für beliebige Teile verwendet werden.

Nachdem die Fertigungsstückliste vollständig als Umbaustücklist definiert wurden kann wie oben bereits beschrieben mit der Disposition fortgefahren werden.

Teile demontieren

Neben dem Umbau von Teilen kann auch das vollständige demontieren von Teilen relevant sein. Hierbei wird ein Teil vollständig ausgeschlachtet mit dem Ziel die demontierten Teile einzulagern und wiederverwenden zu können. Diese Funktion ähnelt einer Umbaustückliste, bei der keine Teile eingebaut werden. Das Demontieren von Teilen sollte immer aus einem internen Auftrag heraus erfolgen.

Beim Erstellen der Demontagestückliste wird der User durch ClassiX® unterstützt. Hierzu müssen lediglich einmalig eine Stammstückliste und ein Arbeitsplan jeweils mit der Nummer "DISASSAMBLY" angelegt werden. Aus dem Fenster der technischen Freigabe heraus kann dann die Demontagestückliste automatisch erstellt werden. Diese Stückliste enthält dann einmal das zu demontierende Teil, welches später in der Teiledisposition als Lagerentnahme gekennzeichnet wird und die zu demontierenden Teile. Maßgebend für das automatische einfügen der zu demontierenden Teile ist die Stammstückliste des zu demontierenden Teils.

Nach dem erstellen der Demontagestückliste kann die Teiledisposition durchgeführt werden. Die zu demontierenden Teile werden hier wie bei der Umbaustückliste als Rückeinlagerung definiert. Die Teile, welche nicht mehr verwendet werden können, können auch hier auf "keine Disposition" gesetzt werden.

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