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Kalkulation

Kalkulation

Beschreibung

Es werden bei jeder Buchung von Belegen die Kalkulationsdaten erfasst.

Die Soll-Kosten werden bei der Freigabe der Teileanforderung in alle Positionen geschrieben. Es wird dafür der durchschnittliche Preis aus dem Lagerkonto, wenn dieser nicht vorhanden der Standardpreis aus der Bestellrolle bzw. die Material- und Lohnkosten aus der Fertigungsteilrolle, genommen.

Die Ist-Kosten für Handlager, JIT, KANBAN usw. Teile werden auch bei der Freigabe der Teileanforderung in die Positionen der aufgelösten Fertigungsstückliste geschrieben.

Es ist auch möglich das Buchen der Soll- und Ist-Kosten nicht sofort durchzuführen. Die Kosten werden dann nicht sofort in die Beleg gebucht,  sondern in einem Nachtlauf. Eine Besonderheit ist, das die Ist-Kosten für Handlager, JIT, KANBAN usw. Teile erst bei der Fertigmeldung des Fertigungsauftrags in die aufgelöste Stückliste geschrieben werden.

Datenfelder

Die Kosten des Belegs für die Kalkulation werden in jeden Vorgänger mitgeschrieben. In der Transaktion werden die Beleg für die Kalkulation in der Collection "captured.transaction" gesammelt.

Es gibt folgende Datenfelder für die Plan- und Ist-Kosten :

Die Datenfelder bestehen aus einem der Kostenart und -typ getrennt durch einen Punkt

Kostenarten

Kostenart Beschreibung
stocked Lagerkosten
material Materialkosten
wages Lohnkosten
confirmed BDE Lohnkosten
supplied BDE Fremdarbeit (verlängerte Werkbank)


Kostentypen

Kostentyp Beschreibung
capturedCosts Ist-Kosten ohne Gemeinkosten
capturedFixedOverheadCosts Ist-Kosten Gemeinkosten
estimatedCosts Plan-Kosten ohne Gemeinkosten
estimatedFixedOverheadCosts Plan-Kosten Gemeinkosten

Beispiel:
stocked.estimatedCosts -> Lager Plan-Kosten ohne Gemeinkosten

Verteilung der Kosten

Bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse bzw. der kompletten Nachkalkulation werden alle Kosten immer wie folgt verbucht:

Die Kosten werden auf folgenden Konten aufsummiert:

  1. Kostenträgerkonto
  2. Jahresunterkonto vom Kostenträgerkonto
  3. Monatsunterkonto vom Kostenträgerkonto
  4. Konto zwischen Monatsunterkonto vom Kostenträgerkonto und Kopfbeleg des Vorgängers (Auftragskopf)
  5. Vorgängerbeleg (Auftragsposition)

Der zu verrechnende Beleg wird in die Belegsammlungen der folgenden Konten eingefügt:

  1. Monatsunterkonto vom Kostenträgerkonto
  2. Konto zwischen Monatsunterkonto vom Kostenträgerkonto und Kopfbeleg des Vorgängers (Auftragskopf)

Welche Datenfelder für welchen Beleg geschrieben werden, entnehmen Sie bitte der unten aufgeführten Tabelle.

Die Kosten können also immer per Abgrenzungsperiode auf den einzelnen Auftragsunterpositionen, sowie dem Auftragskopf und insgesamt auf dem Kostenträgerkonto eingesehen bzw. ausgewertet werden.
Alle Kosten für Lagerware sind in Standardkosten und Gemeinkosten aufgeteilt.

Allgemeine Informationen zur Kostenverbuchung in der Nachkalkulation

Kostenfindung bei der Ein- bzw. Auslagerung

Vorkalkulation :
Für Teile mit der Bereitstellung "Lagerführung", "JIT", "KANBAN" oder "Handlager" und mit dem Logistik-KZ
  - "Kaufteil" wird der Durchschnittspreis und wenn dieser Null ist bzw. nicht vorhanden der Standardpreis der Bestellrolle genommen.
  - "Fertigungsteil" werden die Kalkulationsdaten aus der Fertigungsrolle genommen.
Für Teile mit der Bereitstellung "Disposition" und mit dem Logistik-KZ
  - "Kaufteil" wird der Wert der Bestellung genommen.
  - "Fertigungsteil" werden die Kalkulationsdaten aus der Fertigungsrolle genommen.

Nachkalkulation :
Warenauslagerung, Lieferschein - Standardpreis aus der Fertigungsrolle oder Bestellrolle je nach Logistik-KZ
Wareneinlagerung - Für Teile mit dem Logistik-KZ
                              - "Kaufteil" wird der Belegpreis "pricePer" oder wenn eine Auslagerung als Vorgänger vorhanden ist der Slot "stocked.capturedCosts" genommen.
                              - "Fertigungsteil" werden die Kalkulationsdaten aus der Fertigungsrolle genommen.
Wareneingang - Dieser wird erst verbucht, wenn die Eingangsrechnung an die FiBu übergeben wurde.

Warenzugänge

In der Nachkalkulation wird für Warenzugänge immer ein negativer Wert in die Bewertung gezogen. Warenzugänge an Kostenträgern stellen immer eine Entlastung (=negative Belastung) dar.

Wurde für einen Kostenträger eine Entnahme über ein Kaufteil gebucht, dann das Kaufteil als Fertigungsteil umgestellt und anschließend ein Warenzugang als Entlastung angelegt, so steht der positive Entnahmewert weiterhin in der Spalte Kaufteile aus Lager, der negative Warenzugangswert ist dann in der Spalte Fertigungsteile aus Lager zu finden.

Einlagerungen von Stufe 0 Teile von internen Aufträge entlasten nicht den Kostenträger und erscheinen auch nicht in der Nachkalkulation.

Zusatzbestellungen an Stufe 0

Eingangsrechnungen für Zusatzbestellungen an Stufe 0 Auftragspositionen werden nicht als Handelsware sondern als Kaufteile für die Fertigung berechnet.

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