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Implodieren Teilestamm

Implodieren Teilestamm

Beim Hochfahren einer ClassiX Anwendung bietet sich die Möglichkeit den Teilestamm zu reorganisieren und somit durch die Nutzung des Variantenmanagements schlanker zu gestallten. Die Koordination des Hochfahrens und der zeitgleichen Teilestammreorganisation kann aber ein sehr schwieriges und teilweise auch unmögliches Unterfangen sein. Deswegen bietet ClassiX auch die Möglichkeit den Teilestamm mehr oder weniger 1 zu 1 aus dem Altsystem zu übernehmen und erst anschließend zu reorganisieren. Hierbei spricht man vom Implodieren des Teilestammes.

1. Die Ausgangslage

Gehen wir davon aus, dass aus dem Altsystem 4 Artikel übernommen worden sind, welche jeweils als Ersatzteile verwendet worden sind. Bei den Artikel handelt es sich um  "Motorkupplungen", welche sich durch die Motorleistungen unterscheiden. Bei der Übernahme des Teilestammes wurde bereits die Motorleistung als Attribut "LEISTUNG_MOTOR" im jeweiligen Artikel gesetzt.

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2. Zuordnung zu einem Variantenteil

Der erste Schritt die Redundanz der Artikeldaten zu eliminieren ist nun ein Variantenteil "KP" anzulegen, welches die Unterteile "KP1500" bis "KP3300" zugeordnet bekommt. Als einziges Sachmerkmal definieren wir das Merkmal "LEISTUNG_MOTOR". Über das Variantenteil "KP" legen wir eine Ersatzteilrolle an, welche später die Ersatzteilrollen der Unterteile ersetzen wird.

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Die grüne Schraube und der grüne Artikeltext verrät nun die neuen Unterteile. In der Rollengruppe erkennen wir durch die roten Beschriftungen, dass die Rollen des Variantenteils "KP" dem Unterteil bekannt sind. Die Bestellartikelrolle kann somit schon mitgenutzt werden, ohne dass die neuen Unterteile jeweils eine eigene bekommen müssen. Das gleiche gilt es nun auch für die Ersatzteilrolle zu erreichen.

 

3. Zusammenfahren der Verkaufsrollen

Damit wir uns die Verkaufsrollen am Varianteteil zu nutze machen können, müssen wir die Daten aus den jeweiligen Rollen der Unterteile in die des Variantenteils übernehmen. Dies kann natürlich auch manuell gemacht werden, es empfehlen sich aber die entsprechenden Funktionen.

3.1 Anlegen der Spezifikationsnummern

Durch die Spezifikationsnummern können die Varianten benannt/identifiziert werden, ohne dass Unterteile bzw. Rollen an Unterteilen existieren müssen. (siehe hier)

Über die Funktion "Generieren (anhand  Unterteilliste)" können die Spezifikationsnummern automatisch angelegt werden. Hierbei gibt es zwei Option. Zu empfehlen ist in diesem Fall die Option "Nummern der Unterteile als Spezifikationsnummern übernehmen", da man die Rolle des Varianteteils in der entsprechenden Ausprägung quasi über die bisherige Nummer ansprechen kann. Bei einer zweiten Option werden neue Nummer vergeben.

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3.2 Übernahme der Preise

Die Preise werden als eine bedingte Tabelle an der Verkaufsrolle des Varianteteils übernommen. Über den Menüpunkt "Preistabelle generieren anhand der Unterteile", wird die Tabelle automatisch erzeugt.

 

 

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Nach dem ausführen dieser Funktion wurde für unser Beispiel folgende Preistabelle erzeugt. implit5.JPG

 

4. Ungültig setzen der Verkaufsrollen der Unterteile

Da die Verkaufsrollen der Unterteile jetzt alle durch die neue Rolle des Variantenteils abgebildet werden, können sie auf ungültig gesetzt werden. In unserem Beispiel würden dann die Ersatzteile "KP1500" bis "KP3300" gar nicht mehr gefunden werden, wenn nicht entsprechende Optionen aktiviert wurden.

Gegebenenfalls können sogar die Unterteil auf ungültig gesetzt werden, wenn das Variantenteil hierfür ausgelegt ist und die Unterteile nicht lagergeführt sind.

 

5. Verwendung der Verkaufsrolle des Variantenteils

Wird nun die Motorkupplung als Ersatzteil verkauft, so gibt es zwei Möglichkeiten des Vorgehens. Entweder man fügt das neue Ersatzteil "KP" in einen Auftrag ein und prägt das Attribut "LEISTUNG_MOTOR" aus oder man macht sich die Spezifikationsnummer zu nutze. Bei der Auswahl der Spezifikationsnummer "KP2500" wird das Ersatzteil "KP" in den Auftrag eingefügt und das Attribut automatisch ausgeprägt. In beiden Fällen wird der Preis automatisch aus der bedingten Tabelle richtig übernommen.

 

6. Weitere Schritte

Auf ähnliche Art und Weise können auch die Beschaffungsrollen reorganisiert werden. In unserem Beispiel besaß nur das Variantenteil "KP" eine Bestellrolle. Wäre die Ausgangslage die gewesen, dass auch nur die Unterteile die Bestellrollen besaßen, so wäre das vorgehen ein ähnliches gewesen. Über ein Synchronisationsmodul hätte man dann die Wiederbeschaffungszeit, Bestellmenge, EK-Preis und das Ursprungskennzeichen als bedingte Tabelle in die Lieferantenvereinbarung der neuen Variantenbestellrolle übernommen.

 

 

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