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Einkauf

Einkauf    reellnk01.gif Videothek

Der Einkauf (Beschaffung) ist zuständig und verantwortlich für die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistung in der von der Produktion, Auftragsabwicklung oder Kostenstellen benötigten Menge und Qualität. Die Beschaffung sollte dabei termingerecht und kostengünstig abgewickelt werden.

ClassiX® bietet hierfür verschiedene Anwendungen, die die Anforderungen des Einkaufes erfüllen.

"benötigte Menge" - Lieferantenanfragen
- Bedarfsanforderungsbeleg
- Lagerkonto mit Min-, Max- und Meldebestand
- Bedarfs- und Bestandsliste (-Prognose)
- Dispokonto
"benötigte Qualität" - Lieferantenanfragen
- Qualitätssicherungsbeleg
- Retourbeleg
- Lieferantenbewertung
"termingerecht" - Bedarfsanforderungsbeleg
- Bestellartikelrolle (durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit)
- Terminanfragen
- Lieferantenvereinbarungen
- Bedarfs- und Bestandsliste (-Prognose) mit Terminkontrolle
"kostengünstig" - Preisanfragen (Preisvergleiche)
- Lieferantenrolle
- Lieferantenvereinbarungen
- Rahmenbestellungen (Abrufbestellungen)
Geringen Kapitalbindung Durch die Unterstützung von dispositiven Kaufteilen für viele Teile keine Lagerführung mehr nötig. Somit wird weniger Eigenkapital an das Lager gebunden.
Des weiteren kann der Lagerbestand durch die B&B Liste so klein wie möglich gehalten werden. Dies gilt nicht nur für die Lagergeführten Kaufteile sondern auch für die Fertigungsteile.

Einkaufsbereiche / Abrufbestellungen

Einkaufsbereiche Abrufbestellungen
  1. Bestellartikel
  2. Geschäftsbedingungen Einkauf
    2.1 Zahlungsbedingungen
    2.2 Teilzahlungen
    2.3 Rabatte
    2.4 Verpackung
    2.5 Fracht
    2.6 Preisstellung
    2.7 Versandart
    2.8 Gewährleistung
    2.9 Lieferzeit
  3. Bedarfs-/Bestandsliste
  4. Bedarfsanforderung
    4.1 Bedarfsanforderung genehmigen
    4.2 Bedarfsanforderung über die Bedarfs-/Bestandsliste erstellen
  5. Anfrage
    5.1 Preisvergleich
  6. Bestellung
    6.1 Genehmigte Bedarfsanforderung in Bestellung umwandeln
    6.2 Bestellung erweitern
    6.3 Verknüpfung Bedarfsanforderung mit Bestellposition
  7. Lieferterminbestätigung
  8. Mahnungen
  9. Drucken
  10. Eingangsrechnung/Eingangsgutschriften
  11. Bestellstatus ansehen
  12. Wareneingang/Direktlieferung/Zwischenlagerung
  13. Qualitätssicherung
  14. Retourbeleg
  15. Lieferantenerklärung
  16. Kontierung/Vorkontierung
  17. EK-Preisbildung
  18. Lieferantenbewertung
  1. Einleitung
  2. Erfassung
    - von "Auf Abruf" Liefereinteilungen
    - von Liefereinteilungen für abgerufene Mengen
  3. Kontierung
    - Bestellposition
    - Teile-Dispositionskonto
    - Geschäftsprozess Bestellung
  4. Auswertungen
    - Bedarfs-/Bestandsliste
    - Bedarfsprognose

1. Bestellartikel

Ein Bestellartikel bzw. eine EK-Dienstleistung verwaltet alle Informationen, die für den Einkauf relevant sind.

Um Teile bestellen zu können, werden Bestellartikelrollen für Teile vergeben, die alle zur Bestellung relevanten Informationen halten. 

EK-Dienstleistungen, wie z.B. Dienstleistungen die für externe Arbeitsvorgänge verwendet werden, sind prinzipiell genau so aufgebaut wie ein normaler Bestellartikel.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2. Geschäftsbedingungen Einkauf

Fest angelegte Geschäftsbedingungen lassen sich problemlos in Anfragen und Bestellungen integrieren bzw. kann man sie gleich mit dem Lieferantenstamm verknüpfen, indem man sie in die Konditionen der einzelnen Lieferanten aufnimmt. 

einkauf01.gif Über die Menüzeile und den Punkt ‚Basisdaten – Geschäftsbedingungen – Einkauf’ lassen sich für die dort angegebenen Punkte neue Geschäftsbedingungen anlegen bzw. bearbeiten.

2.1 Zahlungsbedingungen

Zahlungsbedingung können in ClassiX® sowohl dem Einkauf als auch dem Verkauf angehören.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.2 Teilzahlungen

Außer den gängigen Zahlungsbedingungen, wie z.B. 14 Tage 2% Skonto/ 30 Tage netto, ist es möglich im System Teilzahlungsbedingungen anzulegen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.3 Rabatte

Mit diesem Modul können Sie Rabattsätze festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.4 Verpackung

Mit diesem Modul können Sie Zuschläge für die Verpackung festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.5 Fracht

Mit diesem Modul können Sie für Frachtgebühren Texte festlegen, um diese anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.6 Preisstellung

Mit diesem Modul können Sie z.B. immer wiederkehrende Preisstellungsarten festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.7 Versandart

Mit diesem Modul können Sie verschiedene Versandarten festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.8 Gewährleistung

Mit diesem Modul können Sie verschiedene Gewährleistungstexte festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen. 

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

2.9 Lieferzeit

Mit diesem Modul können Sie verschiedene Texte für die Lieferzeiten festlegen, um sie anschließend in Anfragen oder Bestellungen zu übernehmen.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

3. Bedarfs-/Bestandsliste

In der B&B-Liste kann man den Bedarf und Bestand der Teile ansehen. So sieht man zum Beispiel, ob der Mindestbestand unterschritten wird. In der B&B-Liste wird aber nicht nur der aktuelle Bestand ausgewertet, sondern auch die geplanten (dispositiven) Bewegungen berücksichtigt. Es ist auch möglich die geplanten Bewegung auf ihre Termine zu kontrollieren, und gegebenenfalls direkt Bedarfsanforderungen oder Lageraufträge generieren.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

4. Bedarfsanforderung

Der Einkauf wird durch die Bedarfsanforderungen veranlasst Bestellungen auszulösen. Jeder Mitarbeiter des Betriebs kann Bedarfsanforderungen erstellen. Es werden vier Arten unterschieden:

  • Verbrauchsmaterial (Eigenbedarf)
  • Investitionsgüter (Eigenbedarf)
  • Kundenbedarf (z.B. Aufträge)
  • Lagerbedarf

Der Eigenbedarf (Verbrauchsmaterial oder Investitionsgüter) muss von einen Vorgesetzen genehmigt werden. Kunden- sowie Lagerbedarfe werden automatisch genehmigt, wenn die Checkbox "Genehmigung" nicht markiert wurde.

Um eine Bedarfsanforderung vom Vorgesetzen genehmigen zu lassen oder direkt an den Einkauf weiterzuleiten muss sie gebucht werden. Die Buchung kann nicht automatisch erfolgen, da sonst der Genehmigende / Einkäufer die Bedarfsanforderung erhalten würde, bevor Sie vom Bearbeiter überprüft wurde.

Außerdem muss man unbedingt beachten, dass Bedarfsanforderungen vom Typ Eigenbedarf nur gebucht werden dürfen, wenn dort eine Kostenstelle angegeben wurde, für welche der Eigenbedarf angefordert wird. Eine Bedarfsanforderung vom Typ Kundenbedarf muss einen Vorgänger sprich Kostenträger besitzen um diese vollständig zu beschreiben.

Eine weitere Besonderheit muss man auch auf alle Fälle beachten und zwar werden Mengen, die für Eigenbedarf also für eine bestimmte Kostenstelle bestellt worden sind, nach erfolgtem Wareneingang nicht auf dem Lagerkonto in der Summe "Im Wareneingang" oder "In QS" angezeigt, da diese bestellte Menge nicht für den allgemeinen "dispositiven" Verbrauch sondern nur für die angegebene Kostenstelle bestimmt ist!

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

4.1 Bedarfsanforderung genehmigen

CX_PROCEEDINGS.png Gestellte Bedarfsanforderungen werden über Benutzervorgänge im Ordner „Bedarfsanforderungen zu genehmigen“ des jeweiligen Genehmigers angezeigt. Man kann diesen Ordner bis zu jeder einzelnen Bedarfsanforderungsposition aufblättern bzw. mit einem Doppelklick öffnen. 

4.2 Bedarfsanforderung über die Bedarfs-/Bestandsliste erstellen

CX_PURCHASE_REQUISITION.png Aus der Bedarfs-/Bestandsliste können Sie direkt eine Bedarfsanforderung generieren, in dem Sie die entsprechenden Zeilen in der Liste markieren und ‚Neue Bedarfsanforderung erfassen’ anklicken. 

5. Anfrage

Bestellanfragen werden benötigt, um den Preis eines oder mehrerer Artikel zu bestimmen. Außerdem kann man so auch Ursprungswarennachweise vom jeweiligen Lieferanten einfordern. Die Anfragen zur jeweiligen Information können einzeln oder auch zusammen erstellt werden. Bestellanfragen können aus dem Fenster  genehmigte Bedarfsanforderungen und den Fenster automatische Bestellanfragen generiert oder manuell erfasst werden. Ein Preisvergleich zwischen einzelnen Artikeln kann nur bei generierten Anfragen durchgeführt werden, die bei mehreren Lieferanten angefragt wurden.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

5.1 Preisvergleich

6. Bestellung

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

6.1 Genehmigte Bedarfsanforderung in Bestellung umwandeln

Es werden vier Bedarfsanforderungsarten unterschieden:

  • Verbrauchsmaterial (Eigenbedarf)
  • Investitionsgüter (Eigenbedarf)
  • Kundenbedarf (z.B. Aufträge)
  • Lagerbedarf

Der Eigenbedarf (Verbrauchsmaterial oder Investitionsgüter) muss von einen Vorgesetzen genehmigt werden. Kunden- sowie Lagerbedarfe werden automatisch genehmigt, wenn die Checkbox "Genehmigung" nicht markiert wurde.

Die genehmigten Bedarfsanforderungen werden automatisch an die einzelnen Einkaufsmitarbeiter verteilt, da jeder Bestellartikel einem Einkaufsbereich (Feld "EK-Bereich" im Bestellartikel Fenster) und die Einkaufsbereiche den Einkaufmitarbeitern zugeordnet wurden (Struktur PURCHASING_GROUPS "Sachgebiete Einkauf").

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

6.2 Bestellung erweitern

Erfolgt bei der Bestellung eine Erweiterung bzw. Zusammenfassung der Bestellmenge, muss eine Zuordnung zu einer Auftragsposition oder für Lagerbedarf in einer neuen Bedarfsanforderung erfolgen. Durch diese Zuordnung wird die Bestellmenge dann im Bestellstatus als Bestellteil für Auftrag, Lager oder Kostenstellen identifiziert. 

6.3 Verknüpfung Bedarfsanforderung mit Bestellposition

Im System kann eine Liefereinteilung einer Bestellposition nachträglich mit einer Bedarfsanforderungsposition verknüpft werden. Dieses ist sinnvoll, wenn z.B. die Bedarfsanforderung gelöscht wurde oder im System schon eine Bestellung vorliegt, ohne das eine Verknüpfung zu einer Bedarfsanforderung besteht. 

Für die nachträgliche Verknüpfung muss die Bedarfsanforderung und die Liefereinteilungs-Editiermaske geöffnet werden. Die Bedarfsanforderungsposition wird dann in die Liefereinteilung gezogen; das System verbindet dann die Positionen in eine Belegkette und bucht die Bedarfsanforderungsposition entsprechend um. 

 

7. Lieferterminbestätigung

Dieses Fenster dient der Schnellerfassung von Lieferterminbestätigungen der Lieferanten für die Bestellungen.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

8. Mahnungen

Die Lieferanten können angemahnt werden, wenn sie entweder nicht die gewünschten Preisanfrage beantwortet oder nicht die gewünschte Lieferantenerklärung abgegeben haben.

Detaillierte Informationen zur Verwendung entnehmen Sie bitte der Moduldokumentation.

9. Drucken

CX_PRINTER.png Mit dem Button ‚Drucken, Fax, E-Mail...’ können Sie Ihre Anfragen, Bestellungen, Mahnungen usw. drucken. Es öffnet sich darauf hin z.B. das Fenster ‚Bestellung drucken’. 

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Mit ‚Dokument’ klappt die Liste aller in Ihrem Unternehmen existierenden Dokumentvorlagen auf. Sie könnten hier noch einmal das Dokument z.B. in eine Anfrage umwandeln. Mit ‚Vorschau’ können Sie sich das Dokument vor dem Drucken anschauen. 

Für Bestellungen gibt es den Menüpunkt ‚Tätigkeiten – Einkauf - Bestellungen drucken’. 

Mit diesem Punkt ist es möglich mehrere Bestellungen gleichzeitig zu drucken. 

 

10. Eingangsrechnung/Eingangsgutschriften

Über den Menüpunkt Tätigkeiten -> Einkauf -> Eingangsrechnungen/Eingangsgutschriften  kann man eingehende Rechnungen erfassen. Grundlage hier für ist die Zuordnung der Rechnungspositionen zu den Liefereinteilungspositionen, damit die Erfassung möglichst automatisch abläuft. Anschließen gilt es die Rechnungswerte und eventuell die Konditionen zu erfassen, die von der Bestellung abweichen und schon wurde die Rechnung im ClassiX® System erfasst.

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(Eingangsrechnungsdoku)

Zu diesem Zeitpunkt fand auch schon die erste Rechnungsprüfung statt. Werden in der Positionsliste Positionen mit einem Stop-Zeichen versehen, so können diese Positionen nicht automatisch freigegeben werden, sondern geraten beim Weiterschalten der Rechnung in den Status "zu prüfen".

Die Aufgabe des Prüfers, welcher an Hand der Vorgängerbelege automatisch ermittelt wird, ist es nun die Position freizugeben. Als Hilfsmittel dient ihm zum Einen das Infofenster, welches ihm alle wichtigen Daten bereitstellt.

Hierzu zählt die Ursache der Prüfung, die Preiszusammensetzung und die Mengenanalyse.

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Vor allem aber kann er auch das Eingangsrechnungsstatusfenster nutzen. Hier kann sich der Prüfer seine zu prüfenden Positionen anzeigen lassen und erhält auch sofort einen Überblick über die Positionen, welche sofort freigegeben werden können. Hat hier eine Position nämlich drei grüne Häkchen so hat sich die Ursache der Prüfung schon von alleine erledigt. (Wenn zum Beispiel ein WE erfolgt ist, etc.)

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(Doku Eingangsrechnungsstatusfenster)

Nachdem nun alle Positionen freigegeben wurden, wird nun automatisch auch der Eingangsrechnungskopf freigegeben. Der letzte Schritt ist dann das Verbuchen der Eingangsrechnungen in die FiBu. Hierzu dient das Rechnungseingangsbuch. Neben der Funktion der Selektionsfensters (Selektion der Rechnungen die verbucht werden sollen) und der Statistik kann hier die Vorkontierung der Rechnungen noch einmal manuell verändert werden.

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(Doku Rechnungseingangsbuch)

11. Bestellstatus ansehen

einkau43.jpg Über den Menüpunkt ‚Tätigkeiten – Einkauf - Bestellstatus ansehen’ öffnet sich das Fenster ‚Bestellpositionen (alle)’. Über den Punkt ‚Bearbeiten’ können Sie sich die Bestellungen filtern lassen. 

 

12. Wareneingang/Direktlieferung/Zwischenlagerung

Doku Wareneingang / Direktlieferung / Zwischenlagerung

Über den Menüpunkt Logistik -> Wareneingang kann man einen neuen Wareneingang erfassen. Grundlage hierfür ist immer eine Bestellung, somit kann kein Wareneingang ohne Bestellvorgänger erfasst werden.
Der Wareneingang dient zum Einen dem Fertigmelden einer Bestellung, wodurch diese auch dem Dispokonto entfernt wird, zum anderem aber auch dem Bereitstellen oder Einlagern der Ware. Somit ist der Wareneingang auch ein zentraler Punkt in der Dispokette.

Eine Direktlieferung wird erfasst, wenn die Ware nicht an die Niederlassung selber, sondern direkt zur Baustelle geschickt wird. In diesem Fall wird die Bestellung auch fertig gemeldet, aber die Ware kann zum Beispiel nicht eingelagert werden. Ein weiterer Unterschied ist, das ich für eine Direktlieferung keinen Qualitätssicherungsbeleg erstellen kann.

Zwischenlagerungen werden verwendet, wenn eine Handelsware, die bei einem Lieferanten bestellt wird, per Direktlieferung an eine Verpackungsfirma und von dort aus erst zum Kunden geschickt werden soll.

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13. Qualitätssicherung

Doku Qualitätssicherung

Für einen Wareneingang muss eine Qualitätssicherung durchgeführt werden, wenn das Teil ein QS Teil ist oder in einem Beleg der Beleghistorie (Bedarfsanforderung, Bestellung, Wareneingang) das Kennzeichen "Erzwungene QS Prüfung" gesetzt wurde. Dieses Flag kann der Einkäufer zum Beispiel setzen, wenn er mangelhafte Ware schon im Vorfeld erwartet oder der Erfasser des Wareneingangs, wenn erste Mängel schon bei der Warenannahme zu erkennen sind.

Erst wenn die Qualitätssicherung für zu prüfenden Wareneingänge erfolgt ist, kann der Wareneingang weiterverarbeitet (Einlagerung/Bereitstellung) werden.

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14. Retourbeleg

Doku Retourbeleg

Ein Retourbeleg kann auf einen Wareneingang-, Direktlieferungs- oder QS Beleg folgen. Auf der Position können dann die aufgetreten Mängel angegeben werden und wie mit der Ware weiter verfahren werden soll (Neulieferung, etc.). Der Retourbeleg kann auch ausgedruckt werden und dient dann als (Rück-) Lieferschein.
Die Bestellung geht durch das Erfassen eines Retourbeleges wieder in den Zustand "offen", wodurch ein neuer Wareneingang erfasst werden kann.

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15. Lieferantenerklärung

Doku Lieferantenerklärung

16. Kontierung / Vorkontierung

Doku Kontierung / Vorkontierung

17. EK-Preisbildung

Doku EK-Preisbildung

18. Lieferantenbewertung

Doku Lieferantenbewertung

 


 

Abrufbestellungen

1. Einleitung

Eine komplette Abrufbestellung umfasst typischerweise: 

  • eine Bestellung (Kopf), welche den Lieferanten, Lieferbedingungen, etc. angibt. 
  • eine Bestellposition, im Folgenden Abrufbestellposition genannt, welche das zu bestellende Teil angibt. 
  • genau eine spezielle Liefereinteilung als Subposition der Bestellposition, die sogenannte „Auf Abruf“ Liefereinteilung (auf nachfolgender Abbildung rot markiert), welche die noch offene Abrufmenge angibt. Diese wird bei der Eröffnung der Bestellung mit Angabe der gesamten Abrufmenge erfasst.
     
  • eine oder mehrere normale Liefereinteilungen als Subpositionen derselben Bestellposition, sogenannte Liefereinteilungen für abgerufene Mengen (auf nachfolgender Abbildung grün markiert), welche die einzelnen abgerufenen Mengen angeben. Jedes Mal wenn der nächste Abruf fällig wird, wird eine neue solche Liefereinteilung erfasst. 

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Nach wie vor können auch mehrere Bestellpositionen je Bestellung erfasst werden, und zwar normale Bestellpositionen und/oder Abrufbestellpositionen beliebig gemischt. 

Normale Bestellpositionen beinhalten per Definition nur normale Liefereinteilungen. Sobald eine Bestellposition hingegen eine „Auf Abruf“ Liefereinteilung umfasst, sprechen wir implizit von einer Abrufbestellposition, ohne dass vom System auf Stufe Bestellposition explizit eine Unterscheidung gemacht wird. 

Eine Abrufbestellposition kann auch mehrere „Auf Abruf“ Liefereinteilungen beinhalten. Zu jeder dieser „Auf Abruf“ Liefereinteilungen können dann Liefereinteilungen für abgerufene Mengen erfasst werden. Letztere werden jedoch vom System (in der aktuellen Version) nicht mit der zugehörigen „Auf Abruf“ Liefereinteilung verknüpft, weshalb diese Zugehörigkeit auf den entsprechenden Masken nicht ersichtlich ist. 

Zusätzlich zu den Liefereinteilungen für abgerufene Mengen können auch ganz normale und von der Abrufbestellung unabhängige Liefereinteilungen erfasst werden. Systemtechnisch (in der aktuellen Version) werden die beiden Arten von normalen Liefereinteilungen jedoch nicht unterschieden. 

Tipp: 
Aufgrund der aktuellen Systemrestriktionen empfiehlt es sich der Übersichtlichkeit halber, pro Abrufbestellposition 

  • nur genau eine „Auf Abruf“ Liefereinteilung 
  • nur normale Liefereinteilungen für abgerufene Mengen zu dieser „Auf Abruf“ Liefereinteilung 

zu erfassen. 

2. Erfassung

Erfassung von „Auf Abruf“ Liefereinteilungen

Vorgehen für die Erfassung einer „Auf Abruf“ Liefereinteilung:

  1. Neue Liefereinteilung erzeugen. Vorgehen wie bei einer normalen Liefereinteilung 
  2.  Im Feld Menge die gesamte Abrufmenge erfassen. Die erfasste Menge wird vom System automatisch in das Feld Ursprüngliche Menge (Slot original.quantity) übertragen 
  3. Im Feld Wunschtermin die Option „Auf Abruf“ auswählen. Daneben kann das Datum oder eine Datumsspanne angegeben werden, welche den voraussichtlichen Termin angibt, bis zu dem die gesamte Abrufmenge abgerufen sein wird. 
  4. Alle übrigen Angaben analog zu einer normalen Liefereinteilung 
  5. Die Eingaben mittels OK-Button speichern. Danach wird im Feld Zustand „Auf Abruf“ angezeigt. 

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Erfassung von Liefereinteilungen für abgerufene Mengen

Vorgehen für die Erfassung der Liefereinteilung für eine abgerufene Menge:

  1. Neue normale Liefereinteilung erzeugen 
  2. Im Feld Menge die (für diesen Abruf) abgerufene Menge erfassen 
  3. Alle übrigen Angaben analog zu einer normalen Liefereinteilung. Insbesondere muss im Feld Wunschtermin keine oder eine andere Option als „Auf Abruf“ ausgewählt werden 
  4. Die Eingaben mittels OK-Button speichern 
  5. Die „Auf Abruf“ Liefereinteilung öffnen, zu welcher die soeben erfasste Liefereinteilung für die abgerufene Menge gehört 
  6. Die im Feld Menge dargestellte Abrufmenge um die soeben erfasste abgerufene Menge reduzieren, sodass die aktuell noch offene Abrufmenge – der soeben erfasste Abruf miteingerechnet – dargestellt wird.
    Das Feld Ursprüngliche Menge sollte natürlich nicht verändert werden, damit weiterhin die ursprüngliche gesamte Abrufmenge dargestellt wird
    (Bemerkung: Die Reduktion der noch offenen Abrufmenge muss deshalb manuell vorgenommen werden, weil im System in der aktuellen Version die direkte Verbindung zwischen der „Auf Abruf“ Liefereinteilung und der Liefereinteilung für die abgerufene Menge fehlt)

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3. Kontierung

Bestellposition

Auf der Bearbeitungsmaske für Bestellpositionen wird die totale aktuell offene Abrufmenge aller „Auf Abruf“ Liefereinteilungen der Bestellposition im Feld Abruf angezeigt (Slot expected.quantity: durch Code, nicht über Transaktionsbeschreibungen). 

Daneben wird die gesamte bestellte (d.h. bereits abgerufene) Menge im Feld Bestellt angezeigt (online berechnet = Gesamtmenge - offene Abrufmenge). 

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Teile-Dispositionskonto

Die offene Abrufmengen aller „Auf Abruf“ Liefereinteilungen werden im Teile-Dispositionskonto kontiert. Das entsprechende Saldo wird in der Dispobestände Zeile mit Typ = „Auf Abruf, offen“ (Slot called.quantity) dargestellt. 

In der Dispobestände Zeile mit Typ = „Bestellt“ (Slot placed.quantity) wird das Saldo aller normalen Liefereinteilungen, d.h. aller Liefereinteilungen für abgerufene Mengen und aller von Abrufbestellungen unabhängigen Liefereinteilungen, dargestellt. 

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Geschäftsprozess Bestellung

„Auf Abruf“ Liefereinteilungen kennen nur den Zustand „Auf Abruf“ (PO_CALL). Dieser Status wird beim erstmaligen Speichern nach der Erfassung eingenommen. 

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4. Auswertungen

Bedarfs- und Bestandsliste

In der Bedarfs-/Bestandsliste können mittels Option „DEMAND_5_CALLS Auf Abruf, offen“ alle Teile eines EK-Bereichs mit offenen „Auf Abruf“ Liefereinteilungen aufgelistet werden. 

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Bedarfsprognose

In der Bedarfsprognose werden „Auf-Abruf“-Positionen zwar analog zum Teile-Dispositionskonto in der Gruppe Dispobestände aufgeführt, haben aber keinen Einfluss auf die Kolonne Saldo in der Gruppe Bedarfsprognose.

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