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Varianten-Spezifikation

(Varianten-)Spezifikationen

Die Verwendung von Variantenteilen kann sich als schwierig gestellten, wenn es darum geht einem Dritten - zum Beispiel einem Kunden - ein Teil zu benennen, da ein (Varianten-)Teil nicht nur durch ihre Teilenummer sondern zusätzlich durch die ausgeprägte Sachmerkmalsleiste exakt beschrieben wird. So wird zum Beispiele das Varianteteil Blech ("4711") durch die zusätzliche Angabe von Länge und Breite beschrieben. Der Kunde bestellt also "4711 in Länge gleich 50cm und Breite gleich 25cm."

Diese Art der Beschreibung eines Teils kann optimiert werden durch die Benennung dieser Kombination. Dies kann sinnvoll sein, wenn...
... die Ausprägung des Teils eine häufig verwendete Variante ist.
... man sich mit dem Verständnis eines Variantenteils schwer tut.
... der Kunde für diese Ausprägung eine eigene Nummer hat und über diese bestellen möchte.

Für die Spezifikation eines Variantenteils nach außen kommen drei Möglichkeiten in betracht:

1. Spezifikation des Verkaufsartikels

Verkaufsrollen eines Variantenteils in einer eindeutigen Ausprägung können eigene Nummern zugewiesen werden. Dem Blech "4711 in Länge gleich 50cm und Breite gleich 25cm" aus dem Beispiel könnte somit die Nummer "4711-0001" oder "BL1129" zugewiesen werden. Bestellt der Kunde über diese Nummer ist sofort eindeutig, welches Teil in welcher Ausprägung er beziehen möchte. Bei der Erfassung der Auftragsposition entfällt durch das Einfügen der Verkaufsrolle über die Spezifikationsnummer das Ausprägen der Merkmale, da diese durch die Spezifikation vorgegeben und übernommen wird.

Spezifikationsnummer können zum einen manuell über die Verkaufsrolle erfasst werden, zum anderen ist es aber auch möglich sie aus einer Auftragsposition automatisch zu generieren. Dies kann im Einzellfall geschehen, wenn zum Beispiel eine in der Auftragsposition häufig vorkommende Variante verkauft wird und diese eine eigene Nummer bekommen soll. Es ist aber auch über eine Option möglich jeder verkauften Variante eine eigene Nummer zuzuweisen. In diesem Fall wird nach der vertrieblichen Freigabe der im Auftrag ausgeprägten Variante eine Spezifikationsnummer zugeordnet. Gibt es die Variante noch in keiner Spezifikation, so wird eine neue Nummer generiert. Die Prozedur wiederholt sich, wenn nach der vertrieblichen Freigabe die Merkmale nachträglich verändert werden.

2. Eigennummer des Kunden

Die Eigennummer des Kunden wird über die Kundenvereinbarung (Artikel <-> Kunden Daten) erfasst. Handelt es sich bei dem Artikel um ein Variantenteil, so kann es mehrere Eigennummern des Kunden für das gleiche Variantenteil geben. In diesem Fall werden die Eigennummern als bedingte Tabelle in der Kundenvereinbarung hinterlegt.

Für die Verwendung dieser Eigennummer gibt es jetzt mehrere Szenarien. Eine Möglichkeit ist, dass der Kunde über seine Eigennummer bestellt. Beim Anlegen der Auftragsposition und der Selektion des Artikels kann man diesen über die Eigennummer des Kunden suchen. In die Auftragsposition wird dann nicht nur der entsprechende Artikel übernommen, sondern auch die Merkmale automatisch ausgeprägt. Über die Eigennummer wird somit nicht nur der Artikel (das Variantenteil) bestimmt sondern auch die Variante (die Merkmale).

Wird eine Auftragsposition "normal" erfasst, sprich durch die Auswahl des Artikels und anschließender Ausprägung der Merkmale, so wird beim Drucken der Auftragsbestätigung nach einer Eigennummer des Kunden gesucht, die dieser Kombination entspricht.

3. Eigennummer des Lieferanten

Die Eigennummern des Lieferanten werden in der Lieferantenvereinbarung hinterlegt. Bei Variantenteilen können auch diese Nummern als bedingte Tabelle angelegt werden.

In der Bestellung wird das (Varainten-)Teil und die Ausprägung angegeben. Beim Drucken der Bestellung wird dann anhand der bedingten Tabelle die dazugehörige Eigennummer des Lieferanten ermittelt und mit gedruckt.

Als Fazit lässt sich festhalten,

  • ... dass Spezifikationsnummer die Kommunikation und Verwendung von Variantenteilen leichter und eindeutiger machen.
  • ... dass eine Variante eines Variantenteils auch bestimmt und benannt werden kann, ohne Unterteile ausprägen zu müssen.

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